Archiv für Dezember 2007

Wie kam die nackte Brust in BILD?

Samstag, 29. Dezember 2007

Angeblich schreibt die junge Zahnärztin Dr. Katja Kessler die lyrischen Bildunterschriften zu den nackten Mädchen auf der Titelseite von BILD. Aber wie kam es überhaupt zu diesen Fotos auf der ersten Seite?
Es war in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Die Telefonverbindungen ins Ausland waren katastrophal. Der BILD-Chefredakteur machte gerade Urlaub an der Costa Brava, der Vize daheim erhielt die telefonische Anweisung: “Mach eine runde Titelgeschichte!” Kein Wunder bei all dem Knacken und Rauschen im Hörer, dass der Vize was falsch verstand. Er hörte: “Mach eine bunte Tittengeschichte!”
Naja.
So fing es an.

Podblogger!

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Das war schön!
Wer jemals versucht hat eine Blogsoftware wie Wordpress an das Layout der eigenen Homepage anzupassen, weiß wohl, wovon ich rede: Es ist nervig. Es gibt unzählige sogenannte “Themes”, für die wir den Erstellern, die sich Mühe gemacht haben, danken, die aber nur erforderlich sind, weil die ganze Sache schon vom Ansatz her falsch läuft.
Richtig wäre eine Template-basierte Installation. Da bräuchte man nur in das vorhandene Layout ein paar Codes einzufügen - und fertig.
Sowas geht und sowas gibt es. Gerade habe ich podblogger installiert und kann nun einen podcast anbieten. Das hat nicht ganz einen Tag gedauert, Layout inklusive.
Das hat echt Spaß gemacht!
Wordpress dagegen lässt sich nur anpassen durch nerviges Gefummel im html- und php-Code. Nutzerfreundlich ist das nicht. Und Spaß macht es schon gar nicht.

Poetisch

Montag, 17. Dezember 2007

Aus einem Interview mit Seal (Sänger und Ehemnann von Heidi Klum):

Heidi und Oma und Opa sprechen Deutsch mit den Kindern und mir. Es ist eine so reicheSprache. Das Gemeine ist nur, sie hat keine Logik. Ihr sagt: “die Tasse”, nä? Dann denkst du also, okay, eine Tasse - Geschirr für DIE Küche. Die Nahrung - ist weiblich. Aber dann heißt es: “DER Teller”. Ich habe mein Deutsch von einem Engländer gelernt, der hier lebt. Und der hat mir einen Trick verraten: nicht nach der Logik suchen! Die größten Dichter und Schriftsteller sind deutsch, Goethe, Rilke. Deutsch wurde gemacht, um poetisch zu klingen, nicht um logisch zu sein. DER Teller hört sich schöner an als DIE Teller. Deutsch soll einfach aus dem Mund rollen, in einer poetischen Schönheit. Wenn dir das gelingt, kannst du Deutsch.

Tolle Geschäftsidee 3 - studiVZ

Sonntag, 16. Dezember 2007

stasiVZ - Das ist eine Idee, die ist zwar auch nicht neu, aber die funktioniert, fürchte ich: Mach eine Community, in der die Leute allerlei von sich preis geben, und am Ende verwertest du den ganzen Kram … Wobei: Ein bisschen Werbung ist noch auszuhalten. Wirklich schlimm finde ich, wenn die Daten trotz Ausstieg weiter gespeichert werden. Da wird (wenn man zuviel von sich Preis gegeben hat) die Mitgliedschaft zur unfreiwilligen Tätowierung - ein Kainsmal, das ein Leben lang erhalten bleibt.

Tolle Geschäftsidee 2

Freitag, 14. Dezember 2007

Man könnte ein paar Repliken ins Museum stellen und als Originale ausgeben. Das würde die Besucherzahl steigern oder wenigsten den Wert der Repliken.

Auch keine neue Idee. Aber um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich meine ich mit Repliken weder Gegenstände aus dem Hans-Arp-Museum Rolandseck noch chinesische Terakotta-Krieger ;-).

Tolle Geschäftsidee 1

Freitag, 14. Dezember 2007

Man könnte doch mal Experten animieren, Artikel zu verschiedenen Themen umsonst oder möglichst billig zu verfassen und ins Netz zu stellen. Das gäb massig “Content” für die eigene Seite.

Die Idee ist natürlich nicht neu, früher hieß es z.B. “clickfish.com” (inzwischen pleite), jetzt ist Google darauf gekommen, und das ganze soll sich “knol” nennen.

Schmerzensgeld

Montag, 03. Dezember 2007

Aus einer Reuters-Meldung:

Einer Studie zufolge kommen deutsche Topmanager durch ihre Job häufig in moralische Konflikte. 57 Prozent der Führungskräfte quält mehrmals jährlich ihr schlechtes Gewissen, weil ihr Handeln mit einstigen Wertvorstellungen unvereinbar ist, wie eine Umfrage der Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company in Kooperation mit der “WirtschaftsWoche” ergab. 47 Prozent der Befragten beobachten demnach in ihrem beruflichen Umfeld regelmäßig moralisch verwerfliches Handeln. Und bei 72 Prozent der Leistungsträger haben sich die ethischen Maßstäbe im Laufe ihres Berufslebens verschoben. “Als Barsch überlebt es sich eben schlecht im Haifischbecken”, wird ein Umfrageteilnehmer zitiert.

Die hohen Managergehälter muss man unter diesen Umständen wohl als Schmerzengeld sehen …