Archiv für Februar 2007

Unwort des Jahres - Vorschlag für 2007: Biodiesel

Montag, 12. Februar 2007

Von Nahrungsmitteln darf man fast alles behaupten, und so kreieren die Werbepoeten z.B. ausgesuchte Möhren aus kontrolliertem Vertragsanbau - geschützt jedoch ist nur der Begriff Bio. Wo das draufsteht, da muss ein Produkt aus ökologischer Landwirtschaft drin sein.

Es gibt jedoch eine Ausnahme, und die heißt Biodiesel. Ökologisch ist da nichts, im Gegenteil. In Zukunft werden Tropenwälder dafür abgeholzt, in Europa werden riesige Flächen mit Genraps angelegt werden, in Mexiko werden Menschen verhungern, die sich den als Kraftstoff verheizten Mais nicht mehr leisten können … aber Bio.

(Siehe auch hier und da.)

Früher wurde nicht gekreischt

Samstag, 10. Februar 2007

Klasse, wenn man mal anfängt in den Videos von Youtube zu stöbern.

Ruckzuck

Offensichtlich wurde früher zu deutscher Musik nicht gekreischt … ;-)

!i!i!i!i! Tokio Hotel !i!i!i!i! bei opinio - und in Frankreich

Donnerstag, 08. Februar 2007

Im Blog der Rheinischen Post OPINIO wird die Jugend geködert - es werden Antworten gesucht auf die originelle Frage: Was ist so gut an Tokio Hotel. Statt jugendlicher Fans melden sich hasserfüllte Erwachsene:
Ich möchte ja keinen ihrer Fans angreifen, aber was sind das für Menschen, die sich “stylen” wie diese Minderjährigen und sich dann Punks nennen????? fragt eine Nutzerin, die sich in Rage- Menschin nennt und, sorry, für sowas echt kein Verständnis hat.
Eine der wenigen vernünftigen Anmerkungen dazu:

Wenn ich 13 Jahre alt wäre und diese ganzen vernichtenden Kommentare von unentspannten Erwachsenen lesen müsste, würde ich auch tokio hotel hören. - bu5

Da sind unsere Nachbarn entspannter. Hier ein netter Beitrag dazu - Tokio Hotel auf France 2:

Teil 1

Teil 2.

Rauchen und Föderalismus

Mittwoch, 07. Februar 2007

Zum Rauchen schreibe ich heute wieder mal was, weil an dem Thema zeigt sich so richtig, wie durchgeknallt die deutsche Politik ist.
Aber ich beginne mit Föderalismus. Es gibt In Saarbrücken (Saarland) einen Flughafen und im benachbarten Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) auch einen. Es ist klar, dass nur einer von beiden überleben wird, aber weil sie in zwei verschiedenen Bundesländern liegen, werden in beide Millionen von Steuergeldern gepumpt, zugunsten von irgendwelchen Fluggesellschaften, die sich über den dummen deutschen Föderalismus die Hände reiben.
Es ist manchmal ein fast auswegloses Unterfangen die Schule oder den Studienort über die Grenze eines Bundeslandes hinweg zu wechseln, denn dank des dummen deutschen Föderalismus gibt es einen Flickenteppich - alles anders von Land zu Land.
Aber nun zum Rauchen: Da nämlich soll alles möglichst einheitlich sein, in ganz Deutschland. Um das zu ermöglichen wird es komplizierte Einzelfallregelungen geben, etwa nach dem Stil: Raucherzimmer in Gaststätten ohne Speisegastronomie sind erlaubt, wenn sie höchstens 30% der Fläche in einem abgeschlossenem Raum bei einem duchschnittlichen Luftaustausch von … bla bla. (Was im Zweifel am wenigsten die kleinen Kneipen erfüllen können.) Dann doch besser ganz verbieten oder gar nicht.
Aber bundeseinheitlich muss es nicht sein. Sogar in ein und derselben Stadt gibt es Lokale, in denen man rauchen darf und in anderen darf man es nicht. In den USA wird Rauchverbot in jedem Staat anders geregelt. Dümmer als die Amis sind wir auch nicht ;-) , Unterschiede beim Rauchverbot je nach Bundesland werden wir schon kapieren, keine Sorge.

Datenschutz

Montag, 05. Februar 2007

Die Kontrolle von Handys bei Schülern durch die Lehrer ist nach Auffassung des Datenschutzbeauftragten Alexander Dix ungesetzlich. Das Kontrollieren von Telefonen, also das Anschauen von Videoclips und das Lesen von Textnachrichten, verstoße gegen das Fernmeldegeheimnis, sagte Dix. (Berliner Morgenpost)

Die Kontrolle von Handys in der Schule? Hmm. Und die Kontrolle der Zettel, die von Schüler zu Schüler wandern, verstößt vielleicht gegen das Briefgeheimnis?