Archiv für September 2006

Degetoisierung

Mittwoch, 27. September 2006

Für das hier schon mal beschriebene Phänomen, dass sich seichte Fernsehfilme der ARD einander so ähneln, gibt es sogar einen Fachausdruck: Degetoisierung.

Verbraucherschutz nicht an erster Stelle

Dienstag, 26. September 2006

Sein Ministerium umbenannt hat Bundesminister Seehofer, und zwar nicht in Ministerium für Gammelfleisch und Genfood wie man nun böswillig denken könnte, sondern er hat den Verbraucherschutz einfach nach hinten geschoben: Statt Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) heißt es jetzt Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Die erforderlichen neuen Briefbögen, Stempel und Schilder kosten laut Bund der Steuerzahler 15.000 Euro.

Pierer in der Champions League

Montag, 25. September 2006

Aufsichtsratschef Heinrich Pierer (Siemens) hat die Anhebung der Vorstands-Gehälter um rund 30 Prozent verteidigt – schließlich spiele man in der Champions League und nicht in der Landesliga. (Siehe z.B. hier).

Der Vergleich passt nur halb, denn überbezahlt sind Fußballer zwar auch. Aber im Unterschied zu Spitzenmanagern richten sie so gut wie keinen volkswirtschaftlichen Schaden an.

Die Wahrheit über PC-Gebühr und GEZ-Abzocke …

Freitag, 22. September 2006

verkündet angeblich die ARD:

Derzeit jagt in der Presse ein Aufschrei den anderen. Der einhellige Tenor: Die ARD will ab 1.1.2007 alle Gebührenzahler in Sachen PC abzocken. Die Wahrheit jedoch ist: Die wenigsten werden von der so genannten “PC-Gebühr” überhaupt betroffen sein.
Um die oftmals widersprüchlichen Aussagen in der Berichterstattung klarzustellen, hier der tatsächliche Sachverhalt:
Privathaushalte, die zumindest ein Radio haben, sind von der “PC-Gebühr” nicht betroffen!

Dabei habe ich noch nirgendwo die Behauptung gelesen, es gehe um Privathaushalte. Abgezockt werden, wie hier und überall richtig dargestellt wird, Selbständige und Freiberufler.

Papst spricht griechisch

Freitag, 22. September 2006

Der Papst spricht griechisch, der Bayerische Rundfunk aber offensichtlich nicht.

Originalzitat:

In der von Professor Khoury herausgegebenen siebten Gesprächsrunde (διάλεξις – Kontroverse) kommt der Kaiser auf das Thema des Djihād, des heiligen Krieges zu sprechen.

Version des Bayerischen Rundfunks:

In der von Professor Khoury herausgegebenen siebten Gesprächsrunde (Papst spricht griechisch ) kommt der Kaiser auf das Thema des Djihād (heiliger Krieg) zu sprechen.

Originalzitat:

„Gott hat kein Gefallen am Blut”, sagt er, „und nicht vernunftgemäß, nicht „σὺν λόγω” zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider.

Version des Bayerischen Rundfunks:

“Gott hat kein Gefallen am Blut, und nicht vernunftgemäß (Papst spricht griechisch ) zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider.

Originalzitat:

Gewiß, die Liebe „übersteigt“, wie Paulus sagt, die Erkenntnis und vermag daher mehr wahrzunehmen als das bloße Denken (vgl. Eph 3, 19), aber sie bleibt doch Liebe des Gottes-Logos, weshalb christlicher Gottesdienst, wie noch einmal Paulus sagt, „λογικη λατρεία“ ist – Gottesdienst, der im Einklang mit dem ewigen Wort und mit unserer Vernunft steht (vgl. Röm 12, 1).

Version des Bayerischen Rundfunks:

Die Liebe “übersteigt” - wie Paulus sagt - die Erkenntnis und vermag daher mehr wahrzunehmen als das bloße Denken (vgl. Eph 3, 19), aber sie bleibt doch Liebe des Gottes-Logos, weshalb christlicher Gottesdienst (Papst spricht griechisch ) ist – Gottesdienst, der im Einklang mit dem ewigen Wort und mit unserer Vernunft steht (vgl. Röm 12, 1).

Quellen:

Originalfassung: Vatikan

Version des Bayerischen Rundfunks: Bayerischer Rundfunk

Gammelfleisch soll teurer werden

Montag, 18. September 2006

Die Bundesregierung erwägt die Einführung von Mindestpreisen für Fleischprodukte. Ob das wohl auch im Restaurant und Imbiss gelten soll? Sagen wir mal z.B.: eine Portion Gammelfleisch mit Genreis mindestens 5 Euro? ;-)

Keine Gefahr für den Verbraucher

Sonntag, 03. September 2006

Ganz nebenbei ist das mit dem sogenannten “Gammelfleisch” ein interessanter Massentest. Es besteht ja laut Behörden keine Gefahr für den Verbraucher, und es ist anscheinend auch noch niemand umgekommen, woraus folgt, dass man das angegebene Haltbarkeitsdatum auf Fleischpackungen anscheinend ohne Gesundheitsgefährdung locker 4 Jahre überziehen kann. (Aber bitte gut durcherhitzen.)