Archiv für November 2005

Am Erker ist da!

Freitag, 25. November 2005

Das Jubiläumsheft Am Erker 50 ist ein getroffen! Es ist es wieder ein tolles Heft - und es gibt einen Beitrag von mir, was allein schon Grund genug wäre, das Heft zu empfehlen :)
Und wer nach Münster kommt, kann am 3. Dezember einige der Autoren (voraussichtlich Georg Klein, Katrin de Vries, Marcus Jensen, Marion Kortsteger und mich) live erleben.

Ohrfeige für Oettinger

Freitag, 25. November 2005

Was für ein Unterschied. Gerade läuft im Südwestfernsehen eine belanglose Reportage über ein Dorf im Elsass, eine Aneinanderreihung von Oberflächlichkeiten, weichgespült mit Akkordeonmusik.
Die lass ich auch nur laufen, weil ich hängen geblieben bin. Vorher lief ein spritziges Fernsehfeature über die bedrohte deutsche Sprache. Baden-Württembergs (”Wir können alles außer Hochdeutsch”) Ministerpräsident Oettinger erklärte da allen Ernstes Deutsch zur folkloristischen Sprache für Volksfeste und Kegelclubs.
Der intelligent argumentierende Didi Hallervorden gab die richtige Antwort: Wäre er dabei gewesen, gäbe es nun eine Ohrfeigen-Affäre.
Irgendwie passt der Film über das Elsass dann aber doch. Denn dort haben wir heute schon sprachliche Verhältnisse, wie Oettinger sie sich für das Deutschland von morgen vorstellt: Etwas Dialekt für den Hausgebrauch und Französisch (im Elsass) bzw. Englisch (in Deutschland) für - ja, wofür eigentlich?

Rauchen schadet der Gesundheit

Montag, 21. November 2005

und zwar besonders, wenn man während eines Langstreckenfluges draußen raucht.

(Zum Thema Rauchen siehe auch hier)

Leitung tot

Montag, 21. November 2005

Wieso eigentlich bin ich seit Stunden nicht mehr telefonisch erreichbar? Und wieso tut es Internet (DSL) trotzdem? Hmm. :?

Goetheberg - Wein von der Lahn

Mittwoch, 16. November 2005

Autorenlesungen in den deutschen Weinbaugebieten kann ich den Kollegen, die es noch nicht wissen, nur empfehlen, denn es gibt meistens Wein als Präsent, der den Heimweg natürlich besser übersteht als Blumen.
Mal was wenig Bekanntes: Wein von der Lahn, einem alten Anbaugebiet (im Riesling-Blogg detailliert beschrieben), nach der preußischen Klassifizierung mit vielen Lagen erster Klasse und einem Rotwein, der, alten Quellen zufolge, so gut sein soll wie der Assmannshäuser.
Nun wartet ein Rotwein von der Lahn (Spätburgunder vom Obernhofer Goetheberg) darauf, dass ich mich seiner annehme.
Dank und Gruß nach Nassau :-)

Neulich in der Schule

Mittwoch, 16. November 2005

Lesung in einer Grundschule, eine Stunde soll’s gehen. Zwischendrin wird der Gong zur Pause klingeln. Ich kann die besorgte Klassenlehrerin der 3 a beruhigen: Das ist normalerweise kein Problem.

Die 3 a sitzt in ihrer Klasse, alles sieht aus, wie es hier immer aussieht: die Stühle stehen an den Tischen, die Kinder sitzen auf ihren gewohnten Plätzen, auf den Tischen verstreut Bücher, Mappen und Trinkflaschen. Hier sieht es nach Unterricht aus, nicht nach einer Autorenlesung.

Eine vierte Klasse kommt dazu und wird außen um die 3 a herumgesetzt. Dann kann es losgehen. Trotz der nicht gerade optimalen Bedingungen ist es still, die Kinder folgen gebannt der Lesung, sie stellen Fragen, sie sind so bei der Sache, dass sie den Pausengong kaum wahrnehmen.

Eine Viertelstunde vor Schluss jedoch plötzlich Abbruch der Veranstaltung: Die Klassenlehrein der 4 b steht auf, sagt, es sei jetzt noch ein Museumsbesuch geplant, und sie und ihre Klasse verlassen den Raum.

Ernsthaft bemüht um Humor

Samstag, 12. November 2005

Witze, die man erklären muss, sind nur noch halb so witzig. Davon scheint die Frankfurter Rundschau betroffen, deren Lesern Bronski erklären muss, dass es sich um eine humorvolle Zeitung handelt. (Geahnt habe ich das schon immer.)
Die Überschrift “You‘re a coward, Howard” zum Beispiel sei witzig und in der Übersetzung (Du bist ein Feigling, Howard) gehe der Witz verloren (Erklärung: Feigling reimt sich nicht auf Howard.)
Naja. Das ist natürlich eher die Art Humor, die schlechte Werbeagenturen aufbringen, wenn sie auf ein englisches Wortspiel zurückgreifen, weil ihnen gerade kein passendes deutsches eingefallen ist. Aber da steckt anscheinend System dahinter.
Bronski schreibt: Die FR benutzt gerne mal Anglizismen. Auch in Überschriften. Da kommt schon mal ein „Mitmaching“ vor, und das ist natürlich immer ganz ernst gemeint. Was auch sonst? Schließlich sind wir eine stets ernsthafte Zeitung. Humor gibt‘s bei uns nicht.
Bronski meint (Achtung Humor!) natürlich das Gegenteil.

Verirrt in Neu-Anspach

Donnerstag, 10. November 2005

Sieht er nicht schön aus? Und erinnert irgendwie an die Tomaten, die der kleine Herr Jaromir im Fahrstuhl gepflanzt hat.
Tomaten
Mit diesem Strauß und einer Flasche Wein beschenkt habe ich nach Lesungen vor Riesenpublikum (zwei mal 200 Kinder!) die Grundschule Neu-Anspach verlassen. Leider durch einen anderen Eingang als ich sie betreten habe. Und deshalb fand ich in dem Riesengelände mein Auto nicht mehr. Ich konnte auch niemand fragen (Etwa so: “Entschuldigen Sie, wissen Sie vielleicht, wo mein Auto steht?”)
Und also bin ich mit Strauß und Flasche in der Hand eine Weile herumgeirrt. Das sah bestimmt lustig aus.
Aber dann habe ich doch noch mein Auto gefunden. An einer Straßenbahnhaltestelle übernachten musste ich nicht.

Jugendliteraturpreis an deutsche Autoren? Geht doch!

Dienstag, 08. November 2005

Diese Nachlese zum Jugendliteraturpreis wollte ich mir eigentlich verkneifen, denn es kommt bei manchen vielleicht nicht so gut an. Aber gerade kam der Newsletter der Frankfurter Buchmesse und hat mich dran erinnert. Also was soll’s. Jedenfalls hätte ich mich mit Jens Rassmus gefreut, wenn das Bilderbuch vom Zapperdockel (das auf der Auswahlliste stand) den Jugendliteraturpreis bekommen hätte. Aber schon vorher habe ich geahnt, dass der chinesische Konkurrent das Rennen macht.
In Deutschland funktioniert es nämlich getreu dem Motto mit dem Philosophen im eigenen Vaterland, deutsche Titel sind bei diesem Preis oft etwas schwächer vertreten. Der Kinderbuchpreis geht traditionell an Dänen oder Niederländer natürlich an die besten Autoren der Welt - schon schade, dass zum Beispiel Karla Schneider, die auch mal den Preis knapp nicht bekommen hat, keine Niederländerin ist nicht dazugehört. Dieses Jahr war für unsere Landsleute nur die Krone fürs beste Sachbuch drin.
Oder? Stimmt das überhaupt? Wer sind denn die Schelme Victor Caspak und Yves Lannois, die 2005 in der Rubrik Kinderbuch gewonnen haben? Waschechte Kanadier?!

Künstlerstammtisch in Frankfurt

Montag, 07. November 2005

Eine Kundmachung wäre noch abzuarbeiten: Am letzten Mittwoch eines jeden Monats treffen sich “Schriftsteller, Maler, Fotografen, sporadisch auch … Kritiker, Journalisten, Musiker und Innen” zum Künstlerstammtisch im Dortmunder Pils Treff Bei Slava am Hainerhof 1 (Domplatz) in Frankfurt.
Auf der mir vorliegenden Einladung werden vor allem die günstigen Preise (Pils von 1,30 bis 2,60 Euro, Nüsse und Salzstangen kostenlos) hervorgehoben. Sehr teuer also wird es jedenfalls nicht.