Archiv für Mai 2005

Backenzahn

Freitag, 13. Mai 2005

Zur Idee Lea Roshs, einen Backenzahn in einer der Stelen des Holocaust-Denkmals zu versenken: Wer weiß schon so genau, von wem ist der Zahn? (Treff.)

Erneut Speer

Mittwoch, 11. Mai 2005

Zweiter Abend überstanden.
Was ist der Unterschied zu Knopp? Breloer macht
Speer und Er
Knopp würde eher was in dieser Richtung machen:
ER und Speer.

Technokraten

Mittwoch, 11. Mai 2005

Aus einem Brief der zentralen Niederlassung einer Versicherung:

… die Beziehungen zwischen unseren Kunden und ihren Vermittlern sind ganz unterschiedlich: manche setzen sich regelmäßig zusammen; andere sprechen sich nur, wenn etwas anliegt. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie sich dabei wohl und individuell betreut fühlen.
Aus organistorischen Gründen haben wir in letzter Zeit einige Änderungen vorgenommen, die dazu führen, dass Sie künftig
Herr …
beraten wird …

Der bisherige Berater, soviel zu den organisatorischen Gründen, ist gestorben.

Schon wieder technische Panne

Mittwoch, 11. Mai 2005

Nachdem ich versucht habe, umzustellen auf einfachere Permalinks, funktionieren die RSS-Feeds nicht mehr. Diese grausige Technik kann es einem manchmal verleiden. Es ist eben nicht so, dass man einfach drauflos schreibt, und dann geht das schon. Und es ist nicht verwunderlich, dass viele Blogger sich besonders ausdauernd mit technischen Fragen beschäftigen.
Leser von außerhalb dieser Blogosphäre, die vielleicht gerade wissen, was ein Blog ist, fangen mit Einträgen wie diesem hier nichts an, und sie wissen natürlich nicht, was das ist: RSS, Feed, Permalink …
Und ich, der ich allmählich annähernd weiß, was es ist - was nützt mir das Wissen, wenn das Zeugs nicht funktioniert …?

Formelhafte Kritik

Montag, 09. Mai 2005

Noch eine Bemerkung zum 8. Mai und dem Gedenken daran: Schrecklich die formelhafte Erinnerungskultur, die Sätze werden geleiert wie auswendiggelernt aus Angst vor der Falle des politisch nicht Korrekten.
Bundespräsident Horst Köhler hat eine ehrliche Rede gehalten, hat versucht einen Weg zu zeigen, wie umzugehen ist mit Verantwortung und Schuld, eine Rede, die mancher (z.B. Kiesows) bewegend fand, die aber bei einigen Verteidigern der Formelsprache auf ungewöhnlich scharfe Kritik gestoßen ist.

Speer und Breloer

Montag, 09. Mai 2005

Als Jugendlicher habe ich Speers Autobiographie gelesen und dem Minister Hitlers geglaubt, er habe von allem nichts gewusst. Das ist das Erschreckendste an dieser Figur, und es ist nicht neu aber gut, wenn Breloers Film öffentlich sichtbar mit dieser Einschätzung aufräumt.
Warum reicht “Speer und Er” trotzdem nicht an die herausragende Mann-Trilogie heran? Stark und beindruckend sind die Szenen und Gespräche mit Speers Kindern.
Neu war mir der Zusammenhang zwischen Reichshauptstadtplanung und Vertreibung der Berliner Juden. Er ist von Susanne Willems beschrieben worden und wird auf der Website der Historikerin deutlicher als im Film.
Warum habe ich das Gefühl, der Film biete wenig Neues, sei noch ein Film übers Dritte Reich eben? Vielleicht liegt es an der schaurig wabernden Musik, die alle diese Dokumentarfilme durchzieht, seit aus Geschichte History geworden ist, und die auch diese Trilogie leider einreiht in die scheinbar unendliche Reihe der Knopp-Soaps.

Bitterer Schweißgeruch

Sonntag, 08. Mai 2005

Naja, wirklich nicht ganz neu, aber informativ: Bitterer Schweißgeruch, sieben Weißweine und zehn Rotweine aus dem Sortiment von Aldi im nüchternen taz-Festtagstest …

Mildernde Umstände

Samstag, 07. Mai 2005

Auf dem Stand eines Kindergartens wird ein Kuchen angeboten, der eindeutig aus dem Aldi ist. Wie traurig, es ist auf nichts mehr Verlass.
Wir denken uns aus: Vielleicht ein alleinerziehender Vater, der nicht backen kann und zu wenig Geld hat, um wenigstens in der Bäckerei einen Kuchen zu kaufen. Oder (einem alleinerziehenden Vater würden es die Mütter verzeihen, wenn er nichts zum Kuchenbuffet beiträgt) vermutlich eine mittellose alleinerziehende Mutter, die nicht backen kann … Also mildernde Umstände.

Gespiegelt

Freitag, 06. Mai 2005

gespiegelt

Mainzer Minipressenmesse …

Freitag, 06. Mai 2005

… dabei alte Kämpen, die ich vor zwei Jahrzehnten schon gesehen habe, damals von der Öffentlichkeit so wenig beachtet wie heute, und ich bewundere (das meine ich ohne Ironie) diese unglaubliche Resistenz gegen 20 Jahre lang ausbleibenden Erfolg.