Archiv für April 2005

Was ins Auge geht

Donnerstag, 21. April 2005

Trostlos muss es zugehen in den lust- und lebensfeindlichen Vereinigten Staaten, wo die Wahrscheinlichkeit einer Augenverletzung durch herumfliegende Sektkorken 100mal geringer ist als in Deutschland.

Trotzdem ist es auch in Deutschland immer noch wahrscheinlicher von zurückschnellenden Ästen (47) als von Sektkorken (27) verletzt zu werden. Gegen das Risiko eines Waldspazierganges ist ein Sektgelage so gesehen harmlos.

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Infrastruktur

Donnerstag, 21. April 2005

Wenn wir wissen wollen, wo der ganze Transfer für Ostdeutschland gelandet ist: Damit wurde Infrastruktur gemacht, das ist in Deutschland erste Wahl.

Kläranlagen, Autobahnen, Autobahnbrücken, alles groß und neu und angelegt für ein kommendes Wirtschaftswunder, mindestens.

Da das Wirtschaftwunder noch nicht ganz eingetreten ist, darf Minister Stolpe jetzt in der ganzen Republik noch mal für 2 Milliarden Euro Infrastruktur machen und (vor allem) Autobahnen bauen.

Hans-Christian Schink, Verkehrsprojekte

Stolpe darf planen (Frankfurter Rundschau online)

Penny

Montag, 18. April 2005

Fremde Kämpfe von Genazino zu Ende gelesen. Der Zusammenhang ist ungewiss, aber heute im Penny überkam mich eine kurze Empörungsattacke gefolgt von einem Vergeblichkeitsgefühl.
Ein alter Mann wird abgewiesen, der Kassiererin war soeben verboten worden, Geld zu wechseln. Die Geschwindigkeit, mit der die Waren erfasst werden, überfordert. Ich fühle mich genötigt, die erforderlichen Cent Kleingeld im Portemonnaie zu lassen, und, was schneller geht, einen größeren Schein abzugeben. Ich beschließe, Penny in der nächsten Zeit nicht mehr aufzusuchen. Das Vergeblichkeitsgefühl weicht trotzdem erst nach einer Weile der Freude über einen sonnigen Nachmittag im Frühling am Rhein.

Im Restaurant

Donnerstag, 14. April 2005

Karstadt-Restaurant

Ein Erlebnis in Bingen am Rhein

Donnerstag, 14. April 2005

Auf dem Weg nach Frankfurt fiel mir ein, dass ich unterwegs eine Kleinigkeit essen und mir endlich einmal Bingen anschauen könnte.
Bingen ist eine Stadt mit einem schönen Friedhof, einigen reizvollen Häuserzeilen und erstaunlich vielen hässlichen Ansichten, die umsomehr auffallen, als die Stadt beherrscht wird von der überragenden Kulisse der Rüdesheimer Weinberge mit dem Niederwald-Denkmal.
Ein Parkschein in Bingen kostet 3 Euro für 3 Stunden, das ist ein Metropolenpreis.
Im Karstadt-Restaurant wollte ich, dem Ambiente angemessen, eine Currywurst bestellen. Würste seien aus, sagte mir der wie ein Kellner gekleidete Mann am Tresen. Also Schnitzel. Es gab das schlechteste Schnitzel, das ich jemals gegessen habe, und es interessiert mich schon technisch, wie man das hinbekommt. Eventuell war eine Mikrowelle daran beteiligt.
Das Schnitzel sah aus wie ein Waschlappen, der luftgetrocknet und dann paniert wurde. Es bog sich auf dem Teller. Es schmeckte, wie es aussah: zäh, hart und trocken. Es kostete mit Pommes Frites ca. 5 Euro, Parkgebühren nicht mit eingerechnet, weil ich es nicht ganz gegessen und deshalb nicht so lange dafür gebraucht habe.

Der Himmel über Bingen war finster und blau

Mittwoch, 13. April 2005

Müller in Bingen

Der Sinn ist unklar

Mittwoch, 13. April 2005

B9 in Boppard

0190 Deutsche Botschaft Moskau

Samstag, 09. April 2005

Auch wer ein Besuchsvisum für Deutschland beantragen will, muss zunächst die kostenpflichtige Hotline der Firma Direct Star bemühen. Dabei werden laut Auskunft des Auswärtigen Amtes vier Euro pro Anruf und weitere zwei Euro pro angefangener Gesprächsminute fällig, die zu den an sich schon recht hohen Telefongebühren für nationale Gespräche nach Moskau hinzukommen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/57921

CMS

Samstag, 09. April 2005

Technische Anmerkung: Meine Homepage besteht schon eine Weile, und so war ich, um dieses Blog dem Layout anzupassen zu radikalen Maßnahmen gezwungen. Den Link für gültiges XHTML habe ich deshalb gleich mal entfernt. (Und das, wo Wordpress in dieser Hinsicht etwas dogmatisch ist. Aber “Microschrott” ist vielleicht auch deswegen so erfolgreich, weil Kompabilität mit alten Versionen großgeschrieben wird.)

Würde ich heute neu beginnen mit meiner Homepage, würde ich natürlich vieles anders machen. Ich würde nicht ein CMS (Content Managemant System) wie Wordpress (das als CMS verwendet werden kann) in die Homepage integrieren, sondern die Homepage in ein CMS integrieren.

Erste Wahl wäre dann aber vermutlich nicht das ewas schnarchige Wordpress, sondern das Russenwiki Wackowiki, aus dem man mit entsprechenden Einstellungen in der Konfiguration ein mächtiges CMS machen kann.

Deutsche Folklore - na dann mal Prost!

Mittwoch, 06. April 2005

Durch einen Aprilscherz (deutsche Winzer tauschen ihren Wein gegen brasilianischen Kaffee) wurde ich aufmerksam auf den Internetauftritt der Gemeinde Blumenau in Brasilien, die mehr oder weniger deutsch geprägt sein soll. Typisch deutsch ist sie jedenfalls insofern, als es unter der Rubrik “Stammtisch” einander zuprostende Biertrinker gibt.
Ich habe mal in Griechenland für einen Werbespot genau diese Rolle gespielt - die Geschichte kommt demnächst mal …
Typisch deutsch ist aber auch: Es gibt keine deutschsprachige Version der Seite. Kaum ein Volk gibt seine Sprache so schnell auf wie Deutsche im Ausland, und Deutschsein ist spätestestens am Ende der ersten Generation der Auswanderer nur noch zuprosten und Biertrinken.
Na dann mal Prost!