Archiv für Dezember 2004

Heimat: Der Fackelzug, ein Schattenriss

Donnerstag, 30. Dezember 2004

Ein Zuviel der immer schon gesehenen Bilder, so eine berechtigte Kritik an Heimat 3: “der Ossi im BRD-Nationaltrikot, die Trabbi-Kolonnen am Grenzübergang Helmstedt - und nirgends mehr eine zeichenhafte Distanz zu den Geschichtsklischees, wie sie für ‘Heimat’ so typisch war. Da blieb der Fackelzug der Nazis nur als Schattenriss erkennbar, projiziert auf eine Zimmerdecke, darunter das Spiel zweier Liebender. Da waren die politischen Verhältnisse immer zunächst erfühlbar. Und ein Dorf als Barometer einer Republik genügte.” (CLEMENS NIEDENTHAL)
http://www.taz.de/pt/2004/12/29/a0186.nf/text.ges,1

Die Flut und die Böller

Donnerstag, 30. Dezember 2004

Es gibt seit Jahren die Bemühungen, den Deutschen das Feuerwerk zum Jahreswechsel auszureden. Wie ich es neulich parodiert gesehen habe: Böll statt Böller - Weltbücherhilfe …

In diesem Jahr also ist die Flut der Anlass. Warum wir zugunsten von Spenden auf Böller verzichten sollen und nicht etwa auf den Karpfen oder den Sekt? Es geht um ein Sinnbild, im Feuerwerk wird Geld im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert.

Angesichts der Tristesse, die zur Zeit wie ein Grauschleier über den deutschen Landen liegt, wäre allerdings ein geopfertes Freudenfeuerwerk eine vielleicht passende aber trostlose Vorstellung.

“Brot statt Böller”? Lasst uns doch sagen: Für jeden Euro, den wir zum Jahreswechsel in die Luft schießen, spenden wir drei. Das gäbe ein hoffnungsvolles Feuerwerk.

Herr Chotjewitz?

Dienstag, 28. Dezember 2004

Peter o chotjewitz

Heimat, die letzte im Fernsehen

Mittwoch, 22. Dezember 2004

ARD und ZDF leisten sich einen Kampf um Quoten, und so wie “Heimat 3″ von einem Jahrhundert Abschied nimmt, so wird auch das Fernsehen sich verabschieden von Filmen dieser Art.
Programmauftrag Quote? ARD mit Struve zwischen Heimat und Harald Schmidt http://pressemitteilung.ws/node/view/1288

Irgendwo aufgegriffene Ängste

Mittwoch, 22. Dezember 2004

Sachsens Ministerpräsident Milbradt: “Man dürfe zum Beispiel beim Thema Ausländerpolitik den Rechten nicht hinterherlaufen, müsse die von ihnen aufgegriffenen Ängste der Bevölkerung aber ernst nehmen. In Deutschland sollten nur qualifizierte Zuwanderer willkommen sein, die selber ein Interesse an ihrer Integration hätten.”

Was für Ängste?

In Sachsen mit seinem geringen Ausländeranteil?

Aber egal. Irgendwelche irgendwo “aufgegriffenen Ängste” eben…

http://www.netzeitung.de/deutschland/318257.html
22. Dezember 2004

Dosenpfand, leichter zu tragen

Samstag, 18. Dezember 2004

Man mag vom Dosenpfand halten, was man will. Erschreckend ist aber die Dreistigkeit, mit der die Lobby der Lidls & Co die Politik zu entmachten versucht. Im übrigen seien die bayerischen Brauer zitiert: “Wer bisher Supermarktbier in Dosen gekauft hat, könnte natürlich auf eine Billigmarke im Tragerl umsteigen. Oder er kauft sich eine pfandfreie Flasche Billigrum und zwei Wegwerftüten Orangensaft. Das wirkt auch und lässt sich leichter tragen.”

http://www.br-online.de/bayern-heute/thema/dosen_neu/brauer.xml
21. Dezember 2004

Warten auf Sankt Petersburg

Freitag, 03. Dezember 2004

Alemannia Aachen