Sahne, Milch, Cappuccino und Cappuccinopulver

Als Jugendlicher habe ich in Francos Eisdiele in Prüm Cappuccino kennen und schätzen gelernt. Der bestand aus verlängertem Espresso mit Schlagsahne, bestreut mit etwas Kakao.
Später traf ich auf Proseccoschnepfen, die Rauke für Unkraut hielten, aber sich von Rucola und Pesto ernährten, und die mir erklärten, was ein italienischer Cappuccino zu sein hat: Espresso mit geschäumter Milch. Alles andere sei verwerflich.
Natürlich hatten sie die Wahrheit auf ihrer Seite, aber Franco, mein italienischer Eisdieler, die Weisheit: nicht auf Kaffeedogmen zu beharren. In Wien jedenfalls, wo die Kaffeekultur zu Hause ist, trinkt man sowohl die Variante mit Milchschaum (Wiener Melange) als auch die mit Sahne (Kapuziner).
In Deutschland dagegen werden jährlich rund 230 Millionen Euro für löslichen Kaffee ausgegeben, ein Großteil für sogenannte Instant-Cappuccinos aus Cappuccinopulver. Da stellt sich die Frage Milch oder Sahne nicht mehr ganz so dringend …

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