Gutmütig, liederlich, widerlich

SZ: Haben die Zehntausende von ausländischen Kindern, die hier aufgewachsen sind und hier ihre Heimat haben, in Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einen Fürsprecher?
Schäuble: Es ist in Regierungsverantwortung oft eine ganz schwierige Aufgabe, über dem Einzelfall nicht auch die generelle Situation aus dem Blick zu verlieren. Man muß Mitleid mit dem individuellen Schicksal haben, aber eben auch die Notwendigkeit der Gewährleistung von Sicherheit und friedlichem Zusammenleben für die Gesamtheit sehen. Meine Großmutter, das war eine Schwäbin, hat gelegentlich den Satz gesagt: Gutmütigkeit ist oft nahe bei der Liederlichkeit. Wenn Sie den Kindern das Aufenthaltsrecht geben, müssen Sie es den Eltern auch geben …
(Interview mit Schäuble in der Süddeutschen Zeitung.)
Meine Großmutter jedenfalls würde sich für so einen Enkel schämen.

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