Neulich in der Schule

Lesung in einer Grundschule, eine Stunde soll’s gehen. Zwischendrin wird der Gong zur Pause klingeln. Ich kann die besorgte Klassenlehrerin der 3 a beruhigen: Das ist normalerweise kein Problem.

Die 3 a sitzt in ihrer Klasse, alles sieht aus, wie es hier immer aussieht: die Stühle stehen an den Tischen, die Kinder sitzen auf ihren gewohnten Plätzen, auf den Tischen verstreut Bücher, Mappen und Trinkflaschen. Hier sieht es nach Unterricht aus, nicht nach einer Autorenlesung.

Eine vierte Klasse kommt dazu und wird außen um die 3 a herumgesetzt. Dann kann es losgehen. Trotz der nicht gerade optimalen Bedingungen ist es still, die Kinder folgen gebannt der Lesung, sie stellen Fragen, sie sind so bei der Sache, dass sie den Pausengong kaum wahrnehmen.

Eine Viertelstunde vor Schluss jedoch plötzlich Abbruch der Veranstaltung: Die Klassenlehrein der 4 b steht auf, sagt, es sei jetzt noch ein Museumsbesuch geplant, und sie und ihre Klasse verlassen den Raum.

Eine Antwort zu “Neulich in der Schule”

  1. Martin (Linkerhand) Sagt:

    Die örtliche Presse (zufällig ausgerechnet bei dieser Lesung anwesend) kommentierte denn also folgendermaßen:
    Es war eine ganze Reihe von Fragen, mit denen die Kinder den Autor bestürmten, so dass am Ende sogar die Zeit ein wenig knapp wurde - auch ein Zeichen dafür, dass solche Lesungen in Schulen ruhig öfter organisiert werden könnten.

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